Einen ganz besonderen und unterhaltsamen Abend erlebten die Dumfries Friends mit den Highland Sound, einem Quintett um Alex und Tom, das die Gäste mit viel Humor und anschaulichen Erklärungen in die Welt der schottischen Musik und Tradition entführte.
Im Mittelpunkt stand natürlich der Dudelsack – oder wie man in Schottland sagt: die Bagpipe. Dieses besondere Instrument besteht meist aus Rinds- oder Schafsleder, Schwarzholz und oft aus edlen Verzierungen aus Sterling Silber. Bis man die Bagpipe so beherrscht, dass auch die Nachbarn Freude daran haben, vergehen rund sieben Jahre – so berichteten die Musiker augenzwinkernd.
Die Spielflöte erzeugt die Melodie, und Feuchtigkeit ist der größte Feind des Dudelsacks, da sie das Instrument leicht verstimmen kann. Was zunächst theoretisch erklärt wurde, zeigte das Quintett anschließend eindrucksvoll musikalisch: Alex, Stefan und Torben spielten auf ihren Dudelsäcken, während Tom an der Snare und Ralf an der Bassdrum für den rhythmischen Unterbau sorgten. Für bekannte Stücke wie Scotland the Brave und Amazing Grace gab es begeisterten Applaus.
Ein besonderes Erlebnis hatte Claudia aus dem Publikum, die selbst einmal den Dudelsack ausprobieren durfte – und es tatsächlich schaffte, die ersten Töne zu entlocken. „Der Dudelsack ist nicht nur ein Instrument“, so fasste es einer der Musiker treffend zusammen, „er ist Kultur, Geschichte und ein Lebensgefühl,“ aber auch ein Instrument das "Leiden schaft" fügte er noch augenzwinkernt an.
Auch optisch war der Abend ein Genuss: Edeltraut und Werner sowie Heidi und Carlo hatten die Ehre, zu den Klängen der Bagpipes die schottischen Fahnen zu schwenken. Anschließend erklärten Tom und Torben anschaulich ihre traditionelle Highland-Kleidung.
Beginnend mit der Kopfbedeckung, dem Glengarry, über das elegante Argyll Jacket, das zusammen mit dem Kilt getragen wird, bis hin zu den Details des traditionellen Highland Dress, erfuhren die Gäste viel über die Geschichte und Bedeutung dieser Kleidung. Sie wird bis heute bei Hochzeiten, den Highland Games oder Ceilidhs, den traditionellen schottischen Tanzveranstaltungen, getragen – und ist noch immer Teil der Uniformen schottischer Regimenter der britischen Streitkräfte.
Auch die Accessoires erzählten spannende Geschichten:
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Der Sporran, eine lederne Tasche, diente früher Kriegern im Mittelalter als Aufbewahrungsbeutel und ist heute zugleich praktisch und symbolisch.
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Das Sgian Dubh, das „schwarze Messer“, ist ein kleiner Dolch, der traditionell im rechten Strumpf getragen wird – ursprünglich als Werkzeug, heute als Zeichen schottischer Kultur.
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Die Ghillie Brogues, spezielle Schuhe ohne vordere Schnürsenkel, wurden einst bei der Jagd getragen und sind heute fester Bestandteil der festlichen Tracht.
Ein weiteres spannendes Kapitel der Dudelsackgeschichte beleuchtete die Zeit nach dem Krieg zwischen England und Schottland (1745–1746): Damals war es den unterlegenen Schotten verboten, den Dudelsack zu spielen oder den Kilt zu tragen – bei Todesstrafe! Erst einige Jahre später, während der Revolutionskriege, änderte sich dies: Schottische Regimenter wurden benötigt, und der Dudelsack wurde wieder erlaubt. Im 18. Jahrhundert fand er schließlich sogar Eingang in die schottische Armee – und erklang fortan bei Schlachten, Paraden und Feierlichkeiten.
So schloss sich an diesem Abend der Kreis zwischen Geschichte, Kultur und Musik. Die Dumfries Friends erlebten nicht nur beeindruckende Klänge, sondern auch ein Stück lebendige schottische Tradition – mitreißend präsentiert von den Highland Sound.








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